Umgangspflegschaften


Eine Umgangspflegschaft wird angeordnet, wenn Eltern das Verhältnis und/oder den Umgang des Kindes zum jeweiligen anderen Elternteil beeinträchtigen oder ver- bzw. behindern. Das Familiengericht kann dann bestimmen, wie und wann der geregelte Umgang des Kindes mit dem getrennt lebenden Elternteil auch gegen den Willen des anderen Elternteils durchgesetzt wird. Die vom Familiengericht festgelegten Bestim-mungen werden dann praktisch vom Umgangspfleger umgesetzt. Zu den Aufgaben des Umgangspflegers gehören die Durchsetzung der getroffenen Umgangsregelung, die Anbahnung und Vorbereitung der Termine, die Gestaltung der Abläufe des Umgangs, die Vermittlung zwischen den Eltern, die Deeskalation des Elternkonflikts, falls notwendig die Begleitung der Übergabe oder die Begleitung von Umgängen.

Ziel ist es, den Eltern zu helfen, den Umgang zum Wohle des Kindes wieder miteinander zu regeln. Der Umgang soll etwas Selbstverständliches im Alltag des Kindes werden. Die Kinder sollen dahingehend entlastet werden, dass sie nicht das Gefühl haben müssen, sich gegen das betreuende Elternteil zu stellen, weil sie den Umgang selbst wünschen.

In Fällen einer Kindeswohlgefährdung durch ausbleibenden Umgang kann das Familiengericht den Eltern auch nach §1666 BGB das Umgangsrecht als Teil der Personensorge entziehen und auf einen Umgangsbestimmungspfleger übertragen. In diesem Fall kann der Umgangsbestimmungspfleger ohne genaue Anordnungen des Gerichts entscheiden wie, wann und wo Umgang stattfindet und welche Aufgabe er selbst im Rahmen der Umgänge innehat.


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Stand: 23.10.2018